François Villon Projekt

Die lasterhaften Balladen & Lieder des François Villon

Im Dezember 2012 lernt die Pianistin Barbara Uhling den Pianisten und Komponisten Hans Doetsch kennen und ist beeindruckt von seiner Vertonung der Werke und Balladen des François Villon, eines bedeutenden Dichters des fünfzehnten Jahrhunderts.

In gemeinsamer Arbeit entsteht ein wunderbarer Konzertabend in dem ausgewählte Balladen aus dem Buch „Die lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon“ in der Übersetzung von Paul Zech dargebracht werden. Die romantische mit Jazz-Einschlag besetzte Musik lässt die Aussagen der Texte auf wirksame Weise aufleben.

 

Poetisch sinnliche Liebesballaden (Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund) sowie rebellische Jammer- und Räuberballaden spiegeln das raue, ungezügelte Wesen des Genies wider und beschreiben dessen diverse kriminellen Aktivitäten, für die er immer wieder mit Gefängnisstrafen büßt. Schließlich zeigt er sich in "Einer kleinen Ballade von dem Mäuslein, das in Villons Zelle Junge bekam" erneut von seiner zärtlichen Seite.

 

Das Programm wird durch ausdrucksstarke Rezitationen und Klavierfantasien bereichert.

Das Ensemble

Konzertauszüge vom 17.09.2013
Konzertauszüge vom 17.09.2013

Die umfangreiche instrumentale Präsentation der Fantasien sowie die Begleitung der Balladen werden in großartiger Weise von der Pianistin Barbara Uhling ausgeführt.

Die Rolle des François Villon übernimmt mit kraftvoller, warmer Stimme Friedrich Raad, künstlerischer Leiter des „Theaters der Dämmerung“.

 

Gekonnt und frech schlüpft Christine Schröder, die aus dem Bereich Jazzgesang kommt, in die verschiedenen weiblichen Rollen hinein.

 

François Villon Uraufführung

Die erfolgreiche Uraufführung der "Lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon" fand am 17.09.2013 im Lise-Meitner-Gymnasium in Willich-Anrath statt. Die drei Akteure sowie Komponist Hans Doetsch wurden vom begeisterten Publikum mit viel Applaus gefeiert.

 

Hier gibt es Fotos der Uraufführung zu sehen.

 

Das Leben des François Villon

François Villon wird 1431 in der Nähe von Paris geboren. Die Folgen des Hundertjährigen Krieges und Armut prägen seine Kindheit. Notgedrungen gibt ihn seine Mutter in die Obhut seines mutmaßlichen Vaters, Pater Guillaume de Villon, der ihn versorgt und ihm eine Ausbildung zum Grad des Magister Artium ermöglicht. Schon bald lehnt sich der eigenwillige junge Mann mit Anstoß erregenden, offen gegen die Obrigkeit gerichteten Gedichten auf. Von seiner Freundin wird er verstoßen (Die Ballade an eine treulose Freundin). François bewegt sich zunehmend im Rotlicht-Milieu, wo er das Gefühl hat, akzeptiert zu werden (Die Ballade von Villon und seiner dicken Margot).


 

Nach einer Rauferei ersticht er 1455 einen Priester. Er flieht mit Hilfe von Mitgliedern einer mafia-ähnlichen Verbrecherbande und erfährt unterwegs, dass einer der führenden Köpfe gefasst und gehängt wurde (Die Räuberballade von Pierre, dem roten Coquillard). Für seinen Zögling kann Guillaume eine Begnadigung erwirken und François darf wieder nach Paris zurückkehren. 

 

Erneut gerät Villon in Schwierigkeiten, da er sich von Zechkumpanen zum Diebstahl von 500 Goldtalern aus der Kasse des Collège de Navarre überreden lässt. Auf der Flucht wird er in Orleons bei einer Razzia gefasst und zu Unrecht ins Gefängnis geworfen, kommt aber durch eine Amnestie frei. Seine Rückreise führt ihn nach Arras. Dort rettet er das Leben eines Zigeunermädchens, dessen Mutter wegen angeblicher Hexerei verbrannt wurde und verliebt sich in sie (Die Liebesballade für ein Mädchen namens Leyla).

 

1462 holt seine Vergangenheit ihn ein, da Neider ihm einen Mord anhängen, den er nicht begangen hat. Im Kerker denkt er an seine geliebte Mutter (Die Marienballade, die Villon seiner Mutter gedichtet hat). Er soll gehängt werden (Die Ballade von den Galgenbrüdern) und ist einsam wie nie zuvor. (Eine kleine Ballade von dem Mäuslein, das in Villons Zelle Junge bekam). Nachdem es Guillaume gelingt, die Todesstrafe in eine zehn-jährige Verbannung umzuwandeln, verliert sich seine Spur.

 


CD-Projekt

Die lasterhaften

Balladen & Lieder des

François Villon

Ein CD-Projekt in Zusammenarbeit mit

dem Komponisten

Hans Doetsch

Aktuelle Termine

Samstag 02. Dezember 2017 | 19.00 Uhr

Sonntag 03. Dezember 2017 | 18.00 Uhr

Konzert und Menü im Krefelder Stadtwaldhaus

Hüttenallee 108

47800 Krefeld

Barbara Kortmann (Querflöte)

Martin Hilner (Saxophon)

Barbara Uhling & Heinz-Peter Kortmann (Klavier)

Es erwartet Sie ein musikalisch und kulinarisch ausgewähltes Menü

mit Musik für

Saxophon, Querflöte und Klavier vierhändig aus Salon und Oper